Galerie mit mehreren Bildern an der Wand ausbalancieren
Eine Galerie aus mehreren Bildern wirkt nur dann harmonisch, wenn die Anordnung ausgewogen ist. Viele hängen ihre Bilder instinktiv auf und wundern sich später, warum die Wand unruhig wirkt. Der häufigste Fehler liegt darin, mit dem größten oder auffälligsten Bild zu beginnen und die übrigen Werke einfach darum herum zu verteilen. Besser ist es, zuerst die Gesamtkomposition zu planen und erst dann Nägel in die Wand zu schlagen. Wer die Mitte der Gruppe kennt, kann die restlichen Bilder leichter in Beziehung setzen und Spannungen vermeiden.
Bevor Sie den Hammer ansetzen, legen Sie alle Bilder auf dem Boden aus. Probieren Sie verschiedene Varianten, bis die Gruppe in sich stimmig wirkt. Achten Sie dabei auf gleiche Abstände zwischen den Rahmen, auf ruhige Kanten und darauf, dass die Unterkante der untersten Reihe eine gedachte Linie bildet. Um beim Aufhängen nicht die Orientierung zu verlieren, ist es hilfreich, das Ankerbild in der Mitte zu bestimmen und von diesem Punkt aus nach außen zu arbeiten. So bleibt die Symmetrie erhalten, auch wenn die Wand nicht exakt ausgerichtet ist.
Die Größe der Gruppe sollte in einem vernünftigen Verhältnis zur Wandfläche stehen. Als Faustregel gilt, dass die Galerie etwa zwei Drittel der Breite des Möbelstücks darunter einnimmt. Hängen die Bilder über einem Sofa, sollte der Abstand zur Oberkante der Rückenlehne mindestens 20 Zentimeter betragen. Bei sehr hohen Räumen empfiehlt es sich, die Galerie tiefer zu setzen, damit sie nicht verloren wirkt. Unterschiedlich große Rahmen lassen sich gut kombinieren, wenn ein oder zwei größere Bilder als optische Anker dienen und kleinere Formate diese ergänzen. Ein durchgehendes Farbschema oder gemeinsame Rahmen sorgen zusätzlich für Ruhe.
Kontrollieren Sie vor dem endgültigen Befestigen die Wasserwaage und den seitlichen Abstand zur Wand. Kleine Abweichungen fallen später stärker auf, als man denkt. Wer unsicher ist, kann die Positionen mit Kreppband markieren und einige Tage auf sich wirken lassen. Eine ausbalancierte Galerie entsteht nicht durch Perfektion, sondern durch bewusste Entscheidungen bei Abstand, Größe und Gewicht der Bilder.