Bildergalerie über dem Sofa planen: Abstände, Höhen und optische Mitte
Eine Bildergalerie über dem Sofa wirkt nur dann ruhig und ausgewogen, wenn die Anordnung vorher durchdacht ist. Bevor Nägel oder Schrauben in die Wand kommen, lohnt es sich, die Wandfläche exakt zu vermessen. Notieren Sie die Breite des Sofas, die Höhe der Rückenlehne und den Abstand zur Decke sowie zu angrenzenden Möbeln. Diese Werte bilden die Grundlage für alle weiteren Entscheidungen. Wer ohne Plan beginnt, riskiert, dass die Galerie entweder zu tief hängt, zu weit auseinanderläuft oder optisch gegen das Sofa arbeitet.
Der wichtigste Schritt ist die Festlegung der optischen Mitte. Sie ist nicht identisch mit der mathematischen Mitte der Wand, sondern richtet sich nach dem Sofa und dem Raum. Hängen Sie testweise Papierschablonen in Originalgröße auf, um die Wirkung zu prüfen. Dabei hilft es, das Ankerbild zu bestimmen und von diesem aus nach außen zu arbeiten. Das Ankerbild ist meist das größte oder das inhaltlich wichtigste Motiv. Es sitzt idealerweise etwas oberhalb der Sofamitte, sodass sein Schwerpunkt auf Augenhöhe eines sitzenden Betrachters liegt.
Für die Abstände zwischen den Bildern gilt eine einfache Faustregel: Zwischen zwei Rahmen sollten mindestens fünf und höchstens zehn Zentimeter liegen. Bei sehr großen Formaten darf der Abstand etwas größer ausfallen, bei kleinen Grafiken eher kleiner. Die Unterkante der untersten Bilder sollte etwa zwanzig bis fünfundzwanzig Zentimeter über der Rückenlehne des Sofas verlaufen. So bleibt genug Raum, damit die Galerie nicht bedrängt wirkt, und gleichzeitig entsteht kein unschöner Spalt zur Sitzmöbelgruppe. Wer die Höhe einmal grob festgelegt hat, markiert sie mit Kreppband an der Wand.
Die optische Mitte der gesamten Anordnung muss nicht mit der Mitte eines einzelnen Bildes übereinstimmen. Bei asymmetrischen Galerien kann das Ankerbild bewusst aus der Mitte gerückt werden, solange das Gesamtgewicht der Fläche ausbalanciert bleibt. Prüfen Sie die Wirkung aus verschiedenen Blickwinkeln: vom Sofa aus, aus dem Türrahmen und aus dem seitlichen Bereich des Raumes. Erst wenn die Komposition in allen Perspektiven stimmig erscheint, werden die endgültigen Befestigungspunkte gesetzt. Eine Wasserwaage und ein Bleistift gehören dabei zu den wichtigsten Werkzeugen.